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HNA, der 13.08.2019
Waldbühne: 70 Jahre Licht in die Herzen der Menschen
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Schwungvoller Lobgesang auf den Kiosk der Waldbühne: Das gab es bei dem Geburtstagsabend zu hören. © Ute Lawrenz
Dass sich die Macher im Waldbühnenverein dieser Aufgabe auch heute noch verpflichtet fühlen, wurde bei der Jubiläumsfeier sehr deutlich. Umrahmt von einem Schauspiel zur Geschichte der Bühne mit Streifzügen in so manche Inszenierung kamen viele Glückwünsche.

Nicht nur ein Ort zum Theaterspielen, sondern auch für Integration sei mit der Gründung der Waldbühne entstanden, hob der Vorsitzende des Vereins, Horst Fädrich, hervor. Für die Umsetzung der Pläne hätten sich ab 1947 nicht nur Dorfbewohner eingesetzt, sondern auch viele der Vertriebenen nach dem Zweiten Weltkrieg.

Das Wetter spielt entscheidende Rolle

Den rund 150 Gästen, darunter auch Darsteller aus den ersten Jahren, wurde die Geschichte in Bildern vorgeführt. Etwa dreieinhalb Wochen habe sie gehabt, um Informationen zu sammeln und das Stück zu schreiben, schilderte Schauspielerin Rosanne Stiller.

Zehn Tage blieben ihr für die Proben mit etwa 20 von insgesamt 40 Aktiven. Sie führten das Publikum durch bewegte Zeiten, ließen es erleben, wie „Onkel Friedrich“ (Rick Leander Stiller) sich als ein erstes Zugpferd für die Bühne einsetzte, wie in den 1970er Jahren das Göttinger Volkstheater das Ruder übernahm, um wieder von Bremkern abgelöst zu werden.

Deutlich wurde: Auf der Freilichtbühne spielen für die Hochs und Tiefs das Wetter eine entscheidende Rolle.

Das Motto lautet: Licht senden in die Herzen der Menschen

Lang war die Liste der Gratulanten vom stellvertretenden Gemeindebürgermeister über Vereinsvorsitzende bis zu Kreis- und Landtagsabgeordneten. Sie alle bekamen ihren Platz im Schauspiel.

Mit ihren Worten bestätigten sie: Dem Motto, Licht zu senden in die Herzen der Menschen, ist die Bühne auch in schweren Zeiten treu geblieben. Die Gäste verfolgten die Aufführung begeistert.

Bei Liedern wie „Marmor, Stein und Eisen bricht“ klatschten sie mit. Neben manchem Umschlag erhielt Fädrich ein besonderes Geschenk: einen bis 1950 einzulösenden Gutschein über 27 deutsche Mark „für die auf der Waldbühne geleistete Arbeit“. Schnell begannen die Berechnungen, was er heute wert sei.

Viele gute Wünsche für die nächsten 70 Jahre konnte Fädrich mit den Darstellern entgegennehmen. Auch wenn er mit fast 75 Jahren an den Rückzug denkt, soll das Spiel auf der Waldbühne für mittlerweile rund 10 000 Besucher im Jahr nicht enden.

„Wenn die Brüder Grimm noch länger gelebt hätten, hätten sie ihren Radius erweitert“, sagte sein Stellvertreter, Dr. Thomas Stiller, und brach damit die Lanze für Kursänderungen, die sich im digitalen Zeitalter ergäben.

Weitere Informationen gibt es im Internet unter waldbuehne-in-bremke.de.
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