1:05 Uhr - 16.07.2018

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GT, der 15.06.2018
Hurkut-Sage auf der Waldbühne Bremke
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Stefan Schmitt als Hurkut in einer Szene mit einem der jungen Schauspieler. Quelle: foto: Hey
Am Sonnabend, 16. Juni, wird es auf der Waldbühne in Bremke Premiere feiern.

Von einer Fehde zwischen zwei Burgherren und dem jungen Knappen Hurkut, der zunächst als Held in diesen Konflikt hineingerät und später dessen Opfer wird, handelt das Stück. „Und von der ersten Liebe“, schmunzelt Elias, „die darf natürlich nicht fehlen.“ Historischer Hintergund der Geschichte ist die Hurkut-Sage, die sich zwischen den Gleichen, zwei Hügeln in der Gemeinde Gleichen, ereignet haben soll. Den Rahmen des Stücks bildet das Zwiegespräch zwischen einem neugierigen jungen Mann und einer rätselhaften alten Frau. Sie beginnt ihm die Geschichte von Hurkut zu erzählen, dabei verwandelt sich ihre Erzählung in das Geschehen auf der Bühne. Zwischendurch teilen die beiden immer wieder ihre Gedanken, Fragen und Vermutungen über die Beweggründe der Figuren miteinander.

Schon als Kind hat Elias, der in Gleichen lebt, in Produktionen am Deutschen Theater mitgespielt und mit 14 die Theater-AG an seiner Schule geleitet. Dann wollte er ein ganz eigenes Projekt umsetzen. Der Verein Hurkut Gleichen regte ihn dazu an, die Hurkut-Sage zu inszenieren und vermittelte ihn mit seinem Vorhaben an die Waldbühne Bremke. „Dranbleiben, auch wenn es mal schwierig ist“

Bei einer Probe am Sonnabend saßen zum ersten Mal Zuschauer auf den grünen Stuhlreihen der Waldbühne. „Das war natürlich schon aufregender als sonst. Besonders hat man das bei Nate gemerkt, bei den bisherigen Proben war er immer sehr selbstsicher und hat laut gesprochen, heute hat er sich nicht so getraut“, erzählt Melanie Müller. Sie macht zusammen mit ihrem 5-jährigen Sohn Nate bei dem Projekt mit. Erfahren hat sie davon durch einen Flyer, mit dem Elias Mitstreiter suchte. „Es macht Spaß, mit der Gruppe zusammen zu arbeiten. Ein Projekt ins Leben zu rufen und zu sehen, was daraus wird, das ist schon toll“, sagt Müller begeistert.

Doch dass die Arbeit an dem Stück nicht immer leicht war, gibt Elias gern zu: „Bis gestern hat noch ein großer Druck auf mir gelastet und ich war ein paar Mal an dem Punkt, an dem ich dachte, ich breche es ab.“ Dann aber habe eine befreundete Schauspielerin in der Probe neben ihm gesessen und ihm positives Feedback gegeben. „Das hat mich in meiner Arbeit bestätigt und ich konnte aufatmen“, erzählt der junge Regisseur. Vor diesem Projekt hat er immer mit Kindern zusammengearbeitet, bei einem Praktikum am Landestheater Schleswig-Holstein beispielsweise. „Das ist was ganz anderes, als mit Erwachsenen. Ich musste lernen kollektiver zu arbeiten. Erwachsene bringen viel mehr eigene Vorschläge ein, hinterfragen alles und man muss gut argumentieren, warum man etwas so machen möchte und nicht anders. Was ich aber auch gelernt habe: Dranzubleiben, auch wenn es mal schwierig ist.“

Von Gwendolyn Barthe
Quelle: Göttinger Tageblatt
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